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Opatija – Auf den Spuren der Donaumonarchie

In Opatija wandelte ich auf den Spuren der Donaumonarchie. Opatija liegt auf der Halbinsel Istrien im Nordwesten Kroatiens, in der Kvarner Bucht.

Tulpenpracht

Der einstige Winterkurort und mondäne Seebad der Donaumonarchie ist von einer üppigen subtropischen Vegetation umgeben. Benediktinermönche aus einer friulanischen Abtei gründeten zwischen 1422 und 1431 ein kleines Klosters Abbazia San Giacomo al palo. 1560 übernahmen die Augustiner von Rijeka die Abtei. Später wurde ein größerer Teil des Klosters an einen privaten Holz- und Weizenhändler aus Rijeka verkauft. Er errichtete rund um die Abtei einen Park und eine Sommerresidenz und benannte diesen nach seiner verstorbenen Gattin Angiolina.

 

Aufschwung eines Kurortes

Hotel Miramar

Hotel Miramar

Aufschwung erhielt der Kurort Opatija nachdem die österreichische Südbahngesellschaft eine Zweigstrecke Pivka-Rijeka vorbeiführte. Friedrich Julius Schüler erstand 1882 die Villa Angiolina samt prächtiger Parkanlage. Geplant wurde ein Seebadeort. Die Nobelorte Nizza, Cannes oder auch Cote d-Azur dienten als Vorbild.

Zunächst sollten nur Hotelbetriebe errichtet werden. Nach Besprechungen mit Ärzten, entschied man sich für einen Kurort mit medizinischen Einrichtungen. Dies war der Aufstieg von Opatija. Ab 1884 besuchten Mitglieder der kaiserlichen Familie und aus anderen Ländern den Kurort. Nach 1918 erlebte Opatija mit dem Ende des Kaiserreiches seinen Untergang und Niederlage. Seit Mitte 1990 bekam der Kurort wieder einen deutlichen Aufschwung und das Interesse an Grundstücken in Opatija stieg seitdem an.

 

Sparziergang entlang der Kaiser Franz-Joseph I – Promenade

Kaiser Franz-Joseph I - Promenade

Kaiser Franz-Joseph I – Promenade

Wunderschöne Hotels, Villen, Parkanlagen betten sich in das herrliche Opatija ein. Jedes einzelne Haus schreibt seine eigene Geschichte. Endlose Spaziergänge entlang der Kaiser Franz-Joseph I – Promenade ermöglichen tiefe Einblicke in das frühere Geschehen des einstigen mondänen Seebades und Winterkurortes. Stille, Ruhe und das tiefe einatmen der salzigen Meeresluft schaffen Entspannung für Geist, Körper und Seele. Im Frühjahr bringen Tulpen in den schönsten Farben die Parkanlagen und die Promenade zum Strahlen! Immer wieder beeindruckend. Man begegnet und spürt die Zeit der Donaumonarchie bei jedem Schritt.

 

Das Wahrzeichen Opatijas – Mädchen mit der Möwe

Mädchen mit der Möwe

Ein ganz besonderes Wahrzeichen des Ortes ist das „Mädchen mit der Möwe“ oder aber auch „Gruß an das Meer“ genannt. Dabei verbirgt die Statue eine traurige Geschichte. Am Karfreitag im Jahre 1891 geschah ein tragischer Unfall. Reichsgraf Arthur Kesselstatt und Reichsgräfin Anna Fries ertranken bei einem Bootsunfall. Nur der damals 15-jährige Sohn der Gräfin überlegte das Unglück. Die Madonna del Mare diente der Erinnerung an die Tragödie. Beinahe 60 Jahre stand sie an der Stelle. 1951 jedoch verschlang das Meer nach einem Sturm die Statue und es entstand eine neue Figur. Es ist das Fotomotiv schlechthin. Keiner geht an ihr vorbei, ohne das ein wunderbares Foto entsteht. Vor allem im Sonnenuntergang.

 

Kvarner Bucht – prachtvoll und kulinarisch

Hotel Kvarner

Hotel Kvarner

In der Nähe der Statue befindet sich ein ganz kleiner romantischer Hafen, welcher von Fischerbooten besiedelt ist. 1884 entstand das Hotel Kvarner. Es ist somit das älteste Hotel in Opatija. Der Kristallsaal des Hotels schimmert und funkelt von allen Seiten. Prächtig anzusehen. Auch die wunderbare große Terrasse ladet zum Verweilen ein. Prachtvoll erhebt sich auch das Hotel Miramar direkt am Meer. Ein Kurhotel der besonderen Art. Bei einem wunderbaren Mittag- oder Abendessen kann man weit über die Kvarner Bucht sehen und das Meer bis zum Horizont genießen! Auch die Wiener Kaffeehauskultur fand in Opatija den Einzug. Zum Beispiel im Caffé Wagner im Amadria Park Milenij. An einem Besuch in diesem Kaffeehaus kommt man einfach nicht vorbei. Wunderbare Pralinen oder ein Stück Torte, dazu mit eine Tasse Kaffee verwöhnen den Gaumen.

 

Opatija erleben

Caffé Wagner

Opatija ist immer eine Reise wert! Wenn du noch nicht in den Genuss einer Reise dahin gekommen bist, solltest du dies dringend nachholen! Ein Hauch von Donaumonarchie, gepaart mit vielen Geschichten, endlosen Spaziergängen und gutem Essen!

Opatija es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Ich komme bald wieder und meine Vorfreude, dich wiederzusehen, ist sehr groß!

Deine Andrea